Spiegel alarms
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In the last
Spiegel online – a famous German journal – I found an article about the German government being alarmed by the statistics regarding
increasing antisemitismus. Some problem fields are identified (too shallow) in the article and some plans to solve the problems are introduced. From my experience, the effect is being addressed and not the reasons, both in the problem field identification and in the solution of these. This task seems to be difficult for Germany, since it has to be very very careful with this subject. I share some thoughts about this in German… So, sorry for non-translating it to English.
Tags: Antisemitismus, germany, Israel, politics, Spiegel




2009-03-11 at 8.30 pm
Fand die Filme interessant. Muss ich bei Gelegenheit anschauen. Sonst hab ich mich mit dem Thema nicht sonderlich befasst. Kann aber Spiegels Argumente nachvollziehen. Was Du meint hab ich nicht ganz verstanden.
Soll ich erst die Filme gucken? ;)
2009-03-11 at 8.49 pm
Ist doch ganz einfach. Spiegel/Laschet macht Antisemitismus in Deutschland primär an Ausländern fest. Das finde ich falsch. Antisemitismus ist nicht nur die Sache der Ausländer, es betrifft die gesamte Bevölkerung.
Meine These ist, dass die politische Bildung in diesem Punkt einfach mit falschen Argumentent an die Sache rangeht. Die Einen werden zu stark unter Druck gesetzt (ich kann mir vorstellen, dass man nicht für die Schuld der Nazis als Deutscher in 21 Jahrhundert sich etwas anmerken möchte), die anderen finden das Ganze Thema einfach nur langweilig (weil die Identifikation und Reflektion der Thematik einfach nicht funktioniert).
Warum bindet man z.B. die muslimische/judische Gemeinden in den Kampf gegen jeder Art von Rassismus nicht ein? Nicht jede für sich, aber zusammen?
Die Filme sollte man gucken. Ich habe festgestellt, dass The Beliver wohl gar nicht auf Deutsch existiert – ich hab’s auf russisch geschaut…
2009-03-15 at 9.16 pm
Der Spiegel macht nicht Antisemitismus in Deutschland an Ausländern fest. Die Aussage ist etwas anders und steht schon in der Unterüberschrift drin: “Immer mehr muslimische Ausländer neigen zum Antisemitismus”.
Diese Umstand festzustellen ist erst einmal wichtig, da dieser Antisemitismus anders motiviert ist, als zum Beispiel der Antisemitismus in Europa zur Zeit des Mittelalters, des Dritten Reichs oder in verschiedenen Gruppen (in Deutschland oder anderswo) heutzutage. Es ist weiterhin wichtig zu unterscheiden, ob es sich um “Anti-Israelisch” sein handelt, oder tatsächlich Antisemitismus. Allzuhäufig wird hier nicht unterschieden, was eine offene Kritik -so man sie üben möchte- an Israel zum Beispiel mit Bezug auf die Palästienserfrage nicht zulässt.
Warum sich eine Muslimische Gemeinde nicht von Antisemitismus einzelner Individuen abgrenzt glaube ich beantworten zu können. Die Antwort ist vermutlich zu einfach und offensichtlich, so dass man sie häufig übersieht (es ist übrigens die selbe Antwort die auch bei der Frage kommt, warum sich die Muslime nicht von den Terroranschlägen distanzieren). Es ist die selbe Antwort die ich geben würde, wenn irgendwo auf der Welt ein Wahnsinniger ein Verbrechen verübt. Ich stehe nicht mit ihm in Verbindung. Wir stehen nicht für die selben Werte. Die Tatsache das er auch Christ ist (sich dafür hält), weiß ist, deutscher ist, … heißt nicht, das wir die selben Werte vertreten. Ich muss mich nicht für ihn entschuldigen oder rechtfertigen.
Auch die Muslime wollen nicht alle in den selben Topf geworfen werden. Dafür gibt es einfach zu viele und zu viele verschiedene Strömungen. Und selbst der Papst, der als zentraler Sprecher für die Katholiken verstanden werden könnte, wird nicht von allen Katholike auch als solcher anerkannt.
Trotzdem würde ich es begrüßen, wenn sich muslimische Geistliche sich von Zeit zu Zeit kritisch an ihre Glaubens- und Landsleute wenden würden. Aber selbst wennn das gelingen würde, blieben noch kulturelle Abgründe in denen sich Dinge wie Blutrache, Ehrenmorde, Zwangsheiraten und andere grauenhafte Dinge abspielen.
Ich persönlich verbinde diese Dinge.
Meines erachtens äußert sich hier eine krasse Ablehnung gegenüber der aufnehmenden Kultur, den Menschen und den Werten für die sie stehen. Ist dies erst einmal erkannt, kann man sich Maßnahmen überlegen um dieser zunehmend aggressiven Segregation entgegenzuwirken.
2009-03-17 at 9.15 am
hkl: Der Spiegel macht nicht Antisemitismus in Deutschland an Ausländern fest. Die Aussage ist etwas anders und steht schon in der Unterüberschrift drin: “Immer mehr muslimische Ausländer neigen zum Antisemitismus”.
Das meinte ich auch so. Es geht mir nicht um Ausländer aus UdSSR oder Ausländer aus Iran. Es geht mir um diese Aussage. Die Aussländer, den in einem Land wie Deutschland erst die Möglichkeit gegeben wird zu bleiben (Asyl oder anderes) dann aber alleine gelassen werden.
Der Staat ist verantwortlich, oder gar verpflichtet viel mehr im Punkto Integration zu tun, damit gerade diese Menschen nicht zum Unteren Schicht der Gesellschaft werden. Den Antisimetissmus, oder Rassismus oder anderer Schwachsinn, die sich machtgierige Menschen ausgedacht haben ist primär anwendbar auf Menschen die keinen Perspektive, keine Zukunft, keine Arbeit, keine Deutsche Sprache oder keine Bildung haben. Diesen Kreislauf zu unterbrechen kann nur der Staat, stattdessen wird darüber nachgedacht wie man Antisemitismus heilt. Die Ablehnung bei Menschen ergibt sich dabei gerade, weil diese selbst von der Gesellschaft nicht annerkannt werden, sondern nur unter den Gleichen. Es bedarf einer großen Anstrengung um das Gegenteil zu bewriken. Meistens ist das auch gleich bedeutend mit der Aufgabe der ehemaligen Kultur. Wir haben also keine Integration, sondern Assimilation. Gerade für Menschen mit türkischen, persischen oder arabischen Kultur ist das sehr schwer…
Und die Tatsache, dass der Spiegel beim Aufzahlen der Probleme erst an die Herkunft und Propaganda-Fernsehn denkt, statt an fehlende Intregration in Deutschland – zeigt den wahren Ausmass. Statt also: wie können wir in Deutschland den Leuten helfen, um der Randerscheinung (übrigens gerade in den neuen Bundesländern sehr verbreitet und nichts zu tun mit muslimischem Glauben) wie Antisimetismus keinen Nährboden zu geben, stellt sich die Frage so: was machen wir mit den muslimischen Ausländern die Antisemitismus ins Land bringen. Das ist Propaganda, das ist keine Integrationshilfe.
Natürlich können die muslimischen Geistigen auch was tun. Aber die haltung Spiegels finde ich auch nicht wirklich politisch korrekt…